Der Neubeginn
Seit dem Verbot des KKV beschränkten sich die Kontakte der Vereinsmitglieder auf rein private Begegnungen, soweit diese überhaupt möglich waren, denn mit Kriegsbeginn 1939 wurden die meisten eingezogen. Viele starben auf den Schlachtfeldern oder kamen daheim im Bombenhagel um.
Doch mit dem neu erwachenden Leben nach Kriegsende entstand auch der Wunsch, den KKV in Kassel neu erstehen zu lassen. Die konstituierende Hauptversammlung fand mit 41 Mitgliedern und Gästen am 23. Februar 1947 in der Aula der Engelsburg statt. Doch schon im Sommer 1946 hatte man sich zusammengefunden, Vorbereitungen für den Neubeginn getroffen und erste gemeinsame Ausflüge unternommen. Im Dezember 1946 lagen die Statuten des Vereins den amerikanischen Besatzungsbehörden zur Genehmigung vor.
Große Verdienste am Wiedererstehen des Vereins hatte das langjährige Vorstandsmitglied Hermann Plappert. Geistlicher Beirat wurde Salesianerpater Alfred Augenbraun (St. Kunigundis), 1. Vorsitzender Ingenieur Eduard Schless. Im "Wilhelmshöher Hof" konnte der KKV Kassel am 29. November 1947 sein 57. Stiftungsfest begehen. Am Ende dieses Jahres zählte der aus den Schrecken des Krieges wiedererstandene Verein 96 Mitglieder.