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Auch nach hundert Jahren noch lebendige Gemeinschaft

Sehr schnell konnte der Kasseler KKV an seine Vorkriegsarbeit anknüpfen und im Kreis der wiedererstandenen katholischen Vereine eine wichtige Position einnehmen. Der stürmische Wiederaufbau im westlichen Teil Deutschlands forderte auch von den Kaufleuten, Freiberuflern und Beamten viel Engagement, warf jedoch zugleich auch Fragen auf, die in das Programm des Vereins einflossen.

Neben berufsethischen Aspekten rückten zunehmend die Beratungen und Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils sowie die neuesten päpstlichen Enzykliken in den Mittelpunkt der Bildungsarbeit. Entscheidend war dabei das Mitwirken der Geistlichen Beiräte, wobei dem holländischen Salesianerpater Georg Thoen (1951-1967) und Pfarrer August Kraft (seit 1967) besondere Verdienst zukommen.

Gemeinsam mit den Priestern gestalteten die Vereinsvorsitzenden Eudard Schless, Karl Strocka, Josef Dietrich, Alfred Pollok, Hans Artelt, Paul Ramb, Günter Sauerland und nochmals Hans Artelt sowie (zur Zeit) Meinolf Schaefers ein Programm, das - wie in den Jahrzehnten zuvor - Bildung, soziales Engagement und Geselligkeit vereinigte. An diesem Prinzip soll auch in Zukunft festgehalten werden, wobei es natürlich erforderlich sein wird, die jeweiligen Schwerpunkte nach den Erfordernissen der Zeit zu setzen.

Im Jubiläumsjahr 1990 zählt der KKV Kassel 60 Mitglieder und stellt im katholischen Leben der Stadt nach wie vor einen bedeutsamen Faktor dar.

 

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