Wichtige Impulse aus Kassel
Zweimal gingen von Kassel wichtige Impulse für den Gesamt-KKV aus. Während des 44. Verbandstages des Verbandes katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands vom 6. bis 10. August 1924, zu dem sich Delegierte aus dem gesamten Reich in der Kasseler Stadthalle versammelt hatten, beschloss dieses oberste Gremium, zum Gedächtnis der im (Ersten) Weltkrieg gefallenen Verbandsbrüder eine Gedenkstätte in Form einer Kirche zu schaffen. Diese sollte in Leipzig gebaut werden.

KKV Gedächtniskirche "St. Bonifatius"
in Leipzig-Connewitz
Im März 1926 erfolgte die Grundsteinlegung, nachdem Spenden aus dem gesamten Verband die Finanzierung für die Bau- und Einrichtungskosten sichergestellt hatten. Die Pfarrkirche St. Bonifatius in Leipzig-Connewitz mit ihrem Gedächtnisturm wurde im Januar 1930 konsekriert. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Gotteshaus erhebliche Schäden erlitten hatte, halfen die KKV-Gruppen der Bundesrepublik Deutschland bei der Wiedererstellung durch finanzielle Zuwendungen.
Ein markanter Höhepunkt in der Gesamt-KKV-Geschichte bleibt der 63. Verbandstag vom 17. bis 20. Juni 1965 in Fulda.
In Erkenntnis aus dem Konzilsgeschehen auch für die berufsständische Gemeinschaft der katholischen Kaufleute, Angestellten, Beamten und freien Berufe sich ergebenden Aufgaben wurden u.a. beschlossen: Die Änderung des Verbandsnamens in "KKV - Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung" und die Aufnahme weiblicher Mitglieder. Den Antrag hierzu hat der KKV Kassel eingebracht, mit der Begründung, dass seit Bestehen des Verbandes auch im wirtschaftlichen Raum ein vollkommener Stukturwandel eingetreten ist. Heute steht die Frau als gleichberechtigte Partnerin im Wirtschaftsleben.
Die katholische Frau kann den berechtigten Anspruch erheben, auch ihrerseits an der christlichen Gestaltung des Berufsstandes mitverantwortlich eingeschaltet zu werden.
(Ruth Werkle vom Jung-KKV Kassel war auf der Schlusskundgebung in Fulda die erste "Kreuzschiff-Banner-Trägerin"!)