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Gründung des KKV Kassel

Der KKV Kassel, einer der ältesten katholischen Standesvereine unserer Stadt, wurde im April 1890 - in der Zeit nach dem unseligen Kulturkampf - gegründet. Es geschah auf Anregung des aus Stuttgart zugezogenen jungen kaufmännischen Angestellten Albert Feyl.

Die Förderung des religiösen Lebens, die Hebung und Vervollkommnung der allgemeinen und der Fachbildung, die Pflege der Geselligkeit und die gegenseitige Hilfeleistung - in Verbindung mit gleichartigen Vereinen - im Verband der Katholischen kaufmännischen Vereine Deutschlands (1877 in Mainz gegründet) war der Zweck dieser Gemeinschaft.

Café Verzett
1890 Café Verzett
Gründungsort des KKV Kassel

So kamen am 1. April 1890 - es war ein Dienstag - junge Kaufleute und Beamte im Café Verzett in der Hedwigstraße 12 (Ecke Untere Königsstraße) zusammen. Heute steht dort ein 1989 errichteter Neubau (vorher Prozellanhaus Buch).

Zu Beginn der Versammlung hielt Kaplan Johann Peter Wiegand ein Referat über die Aufgaben und Ziele der katholischen kaufmännischen Vereinigungen. 27 der anwesenden Herren gründeten sodann den KKV Kassel. Am 8. April 1890 wählten sie folgenden Vorstand:

Die Generalversammlung vom 30. April 1890 genehmigte die Statuten und am 2. Juni 1890 bescheinigte die Königliche Polizei-Direktion die Anmeldung des Vereins, der am 11. Juni 1890 vorläufig und in der Generalversammlung des Gesamtverbandes 1891 in Düsseldorf endgültig in den Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands aufgenommen wurde.

Schon bald ergab sich eine erste Veränderung, denn der 1. Vorsitzende Albert Feyl verzog am 1. Juli 1890 nach Lübeck. Als sein Nachfolger wurde Peter Höhmann gewählt. Diesem folgten im Amt die Kaufleute Hans Setzer und Theodor Müller.

Geistlicher Beirat des jungen Vereins, der sich unter das Patronat der Gottesmutter gestellt hatte, war zunächst Kaplan Johann Peter Wiegand. Seine Nachfolger wurden die Kapläne Wilhelm Jestädt und Eduard Braun.

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