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Der Verein etabliert sich

Schon gleich nach der Gründung hatten sich auch einige Beamte dem KKV angeschlossen. Deren Zahl stieg im Laufe der Jahre, auch Architekten, Ärzte, Ingenieure und Angehörige anderer Berufe stießen hinzu, so dass sich der KKV neben der Katholischen Lesegemeinschaft (später in "Katholische Bürgergesellschaft" umbenannt) allmählich zum Zentrum des katholischen Mittelstandes in Kassel entwickelte.

Logo KKV 1890
Leitmotiv:
"Ehrlich im Handel,
christlich im Wandel"

Die Vorstände achteten sehr darauf, die Statuten mit Leben zu erfüllen. So wurde zur Förderung des religiösen Lebens der gemeinschaftliche Sakramentenempfang eingeführt.

Vorträge griffen religiöse Themen auf und festigten das Glaubensbewußtsein. Mitglieder des KKV engagierten sich in der Mutterpfarrei St. Elisabeth und den neu entstandenen Gemeinden, nahmen regelmäßig an deren Festlichkeiten wie auch an denen der anderen katholischen Vereine teil und förderten damit den Zusammenhalt der Katholiken der Stadt. Die Vereinsfahne - sie war im Juni 1904 anläßlich des 14. Stiftungsfestes geweiht worden - bildete dabei ein optisches Signal für diese Präsenz des KKV. (Sie wurde beim Bombenangriff auf Kassel in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1943 vernichtet.)

Der Zeit entsprechend galt natürlich auch für den KKV Kassel:

"..Die Flamme wahrer Vaterlandsliebe in den Herzen seiner Mitglieder zu entfachen, hat der Verein stets als eine heilige Aufgabe erachtet..."

Und so sang man begeistert patriotische Lieder und ließ kein nationales Ereignis unbeachtet verstreichen. Der Erste Weltkrieg forderte auch unter den Vereinsmitgliedern seine Opfer. 13 junge Männer blieben "auf dem Feld der Ehre". Im Vereinslokal kündete ab 1920 eine kunstvolle Gedenktafel von diesem Blutzoll.

 

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